Lage der IT-Sicherheit in Deutschland: Schadsoftware vor allem per E-Mail

Der aktuelle Bericht des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) liefert Zahlen und bewertet die aktuelle Sicherheitslage der IT in Deutschland. (PDF zum Download)

Bei Angriffen auf Regierungsnetzen ist die E-Mail offensichtlich das Mittel der Wahl. Im beobachteten Zeitraum zwischen Juli 2016 und Juni 2017 wurden monatlich knapp 52 000 E-Mails mit Schadsoftware abgefangen und gefiltert. Ransomware wie WannaCry und Petya wurden groß in den Medien bekannt, jedoch sind sie nur die Spitze des Eisbergs. In der Privatwirtschaft sieht es nicht besser aus – Der Bericht gibt aber auch interessante Informationen über Spear-Phishing und CEO-Fraud.

Weitere Informationen auch bspw. bei spiegel.de .

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Neue Erpressungssoftware “Bart” fordert drei Bitcoin Lösegeld

Wie zdnet.de berichtet, ist wieder ein neuer Verschlüsselungstrojaner aufgetaucht.
Im Gegensatz zu anderer Schadsoftware werden die Dateien auf der lokalen Festplatte schrittweise in passwortgeschützte ZIP-Archive umgewandelt.
Darüber hinaus benötigt er auch nicht unmittelbar Zugriff auf einen Steuerungsserver, um Befehle zu empfangen – sondern kann autark arbeiten. Damit bieten Firewall-Sperrungen keinen Schutz.

Die Verbreitung findet aktuell hauptsächlich in den USA statt, da aber auch mehrsprachige Texte hinterlegt wurden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Bart auch nach Deutschland kommt.

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Alpha Ransomware verschlüsselt Daten und erpresst iTunes Gutscheine

Wenn Sie dieses Bild als Hintergrundbild Ihres Desktops sehen, haben Sie vermutlich ein Problem…

crypt

Wie bleepingcomputer berichtet, ist derzeit ein weiterer Verschlüsselungstrojaner unterwegs. Dieser verschlüsselt Ihre Daten mit einer AES-256 Verschlüsselung, entschuldigt sich artig und erpresst nebenbei noch 400 US-Dollar in Form von iTunes Guthaben.

Dieser Trojaner weist zwei Besonderheiten auf:

  • Einerseits sind iTunes Guthabenkarten gut nachzuverfolgen. Von daher können wir darauf hoffen, dass der Urheber schnell identiziert ist.
  • Darüberhnaus besitzt er aber gute Manieren und entschuldigt sich zunächst für sein tun direkt beim Benutzer. In einer Textdatei, die die Anleitung zur Freischaltung der Daten enthält, heißt es:

We’d like to apologize for the inconveniences, however, your computer has been locked. In order to unlock it, you have to complete the following steps…

Wir empfehlen Ihnen, nicht zu bezahlen. Bleepingcomputer stellt ein kostenloses Tool zur Entschlüsselung bereit.

Damit es gar nicht so weit kommt, empfehlen wir einen zuverlässigen Spam- und Virenschutz – wie z.B. unser Produkt spambarrier.de

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SSLv2 – Down Lücke bedroht (Mail-) Server – jetzt deaktivieren

Die Sicherheitsprobleme mit SSL und TLS scheinen endlos zu sein… Nach Poodle, Ghost und wie sie alle heißen, steht nun “Drown” vor der Türe.

Hierbei werden bekannte Schwächen in SSLv2 verwendet, um die Verschlüsselung moderner Verfahren wie TLS 1.2 zu knacken. Damit kann auch auch aufgezeichneter Datenverkehr nachträglich entschlüsselt werden.

Weitere technische Hintergründe gibt es z.B. bei heise .

Aktuelle Auswertungen zeigen, dass erschreckend viele Server noch SSLv2 aktiviert haben. Über folgende Website kann getestet werden, ob der eigene Server betroffen ist:

https://test.drownattack.com/

Als Lösungsweg bleibt nur, SSLv2 komplett zu deaktivieren. Das Entfernen von Ciphers alleine hilft nicht. Das SSLv2 sehr alt ist, sollte das kein Problem sein.

Wenn man gerade dabei ist, könnte man sich auch gleich die weiteren SSL-Einstellungen und das Rating prüfen – um auf ein A-Level zu kommen.

In AXIGEN muss hierzu einfach der entsprechende Haken entfernt werden:

 

 

 

 

SSL

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Erpressungs-Malware: Locky – Wie gut sind Sie (und Ihr Mailserver) geschützt?

Bei Locky handelt es sich um einen sehr gemeinen Schädling, der gerade vor allem per E-Mail verbreitet wird.

Er verbreitet sich zunächst auf dem System, ohne aktiv zu werden – also relativ unauffällig. Zu einem Zeitpunkt wird er auf einmal aktiv und verschlüsselt alles, worauf der Zugriff hat. Also auch USB-Festplatten, Netzlaufwerke und Cloud-Speicher.

Hierbei werden so ziemlich alle Dateitypen verschlüsselt – die Verschlüsselung gilt aktuell als unknackbar.

Wer seine Dateien wiederhaben will, muss zahlen. Hierzu erscheint ein Erpresserschreiben auf dem Bildschirm (inzwischen auch in Deutsch) mit den entsprechenden Hinweisen zur “Geldübergabe”.

Locky wird in Form von Word-Dateien verbreitet, die per E-Mail versendet werden. Es handelt sich hierbei oft um Fake-Rechungen, die sich angeblich im Anhang befinden. Aber auch Script-Dateien werden aktuell versendet.

Die Virenscanner hinken aktuell immer einen kleinen Schritt hinterher. Genau genommen handelt es sich dabei um Makro-Viren, wie sie in ähnlicher Form schon seit Jahren verbreitet werden.

Wir empfehlen Ihnen folgende Schritte zur eigenen Absicherung:

  • Erstellen Sie ein Backup auf einen Datenträger, der nicht dauerhaft am System angeschlossen ist. Wie z.B. eine USB-Festplatte, die direkt nach dem Backup wieder vom System entfernt wird.
  • Setzen Sie einen aktuellen Virenscanner ein.
  • Öffnen Sie niemals E-Mails mit verdächtigen Anhängen oder von Absendern, die sie nicht kennen. Halten Sie ggf. Rücksprache mit dem angeblichen Absender, ob die Mail von ihm stammt.
  • Konfigurieren Sie ihr Office so, dass keine unsicheren Makros ausgeführt werden.
  • Halten Sie Ihr System über Sicherheitsupdates aktuell.
  • Konfigurieren Sie Ihren Mailserver so, dass Mails direkt beim Empfang geprüft werden und virenverseuchte Mails direkt abgelehnt werden (reject).

Um auf Nummer sicher zu gehen, gehen einige Unternehmen aktuell dazu über, z.B. doc Anhänge vollständig  zu blocken (z.B. über MimeDefang). Eine drastische, aber effektive Maßnahme.

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Kostenlose SSL-Zertifikate für Mailserver mit Let’s Encrypt

Seit dem 03. Dezember 2015 läuft die offene Beta-Phase von “Let’s Encrypt”

free

Die neue Zertifizierungsstelle (CA) liefert kostenlose SSL-Zertifikate. Diese müssen jedoch alle 90 Tage erneuert werden (Über Sinn und Unsinn dieses Limits lässt sich streiten)

Sponsoren sind unter Anderem Cisco, Mozilla und Facebook.

Zur Erstellung der Zertifikate gibt es einen offiziellen Client, den ich heute vorstellen möchte.

Zunächst muss dieser Installiert werden:

cd /opt
git clone https://github.com/letsencrypt/letsencrypt
cd letsencrypt

Danach muss der Bootstrapper aufgerufen werden, der dann die Depencencies prüft und die Python-Umgebung einrichtet:

/opt/letsencrypt/letsencrypt-auto --help

Zur Verifizierung der Domain (z.B. mailserverblog.de) ruft Letsencrypt eine Verifikations-URL auf, die z.B. so aussieht:

http://mailserverblog.de/.well-known/acme-challenge/xhde4WMKAXXTXKQXyftUqUIjy_02TPhfaRFCmGffqf4

Die Verifikation erfolgt entweder über Port 80 oder Port 443. Dieser Port ist in der Regel schon durch einen Webserver (oder das Webmail) belegt.
Der einfachste Weg ist daher, diese Dienste kurz zu beenden. Der Let’s Encrypt Client bringt einen eigenen Webserver mit.

Der Aufruf zum Ausstellen eines Zertifikats sieht daher wie folgt aus:

/opt/letsencrypt/letsencrypt-auto certonly --standalone --email postmaster@mailserverblog.de -d mailserverblog.de

Nach diesem Aufruf finden sich die Zertifikate in folgendem Ordner:

/etc/letsencrypt/live/mailserverblog.de
  • Das Zertifikat: cert.pem
  • Das Zertifikat inkl. Intermediate-Zertifikaten: chain.pem
  • Alle Zertifikate kombiniert: fullchain.pem
  • Privater Schlüssel: privkey.pem

AXIGEN benötigt ein PEM-File, das auch den privaten Schlüssel beinhaltet.

cat /etc/letsencrypt/live/mailserverblog.de/privkey.pem /etc/letsencrypt/live/mailserverblog.de/cert.pem > /var/opt/axigen/encrypt.pem

Das encrypt.pem kann dann in AXIGEN im SSL-Listener hinterlegt werden. Wie man AXIGEN mit einer A+ Verschlüsselung versieht, steht hier .
Das Prozedere zur Erneuerung folgt in einem weiteren Artikel.

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Mailserver-Authentifizierung am ActiveDirectory (AXIGEN)

Authentifizierung am Active Directory

Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie einfach Mailkonten gegen das ActiveDirectory oder LDAP authentifizieren können. Somit können Sie viele Vorteile nutzen, die das Active Directory bietet (z.B. Passwortrichtlinie, etc.).

Hierbei erfolgt lediglich eine Authentifizierung gegen LDAP / ActiveDirectory und keine Synchronisation. Die Synchronisation ist etwas komplexer. Die reine Authentifizierung erfordert keine Addons, Schemas oder Ähnliches.

Dieser Artikel beschreibt beispielhaft die einfachste Methode einer AD-Anbindung mit AXIGEN. Sie erfordert kaum zusätzlichen Aufwand und zeichnet sich durch gute Wartbarkeit hinsichtlich Updates (Windows und AXIGEN) aus.

Ausgangspunkt

Wir gehen davon aus, dass Sie:

  • einen fertig installierten AXIGEN-Serve besitzen (Die Screenshots zeigen Version 9, ob Sie Linux oder Windows als Plattform für AXIGEN nutzen ist hierbei egal). Es ist die Lizenzierzung des Clustering / Delegated Administration Plugin erforderlich.
  • bereits eine fertig eingerichtete Domäne mit ActiveDirectory besitzen. Die AD-Struktur muss im Netz erreichbar sein. Es muss keine Änderung am AD vorgenommen werden, kein Addon installiert, etc.
  • Im Beispiel heißt unsere interne Domäne huestel.local
  • Die Mail-Domain heißt ebenso huestel.local und ist bereits in AXIGEN angelegt. Konnten müssen nicht angelegt werden, können aber – siehe hierzu weiter unten.

Einrichtung:

Schritt 1 – Einrichtung des Active Directory Connectors

Wechseln Sie zunächst im Webadmin auf den Bereich “Clustering” und “Clustering Setup”:

1

Danach fügen Sie im Bereich “LDAP Connectors” einen neuen Connector hinzu:

2

Bei der Anlage werden Sie gebeten, einige Parameter bereitzustellen.

(Hinweis: Nicht-genannte Parameter können leer bzw. in der Standardeinstellung verbleiben)

3

  • Vergeben Sie zunächst eine Namen für den LDAP-Connector
  • Danach Hostname und Port (im Standard 389)
  • Als Server Typ wählen Sie Active Directory

Scrollen Sie weiter nach unten und füllen die weiteren Parameter aus:

4

Die Synchronisationsoptionen können Sie ignorieren, da diese keine Rolle spielen. Wichtig sind die “LDAP Search Parameters“. Geben Sie hierzu einen Benutzer an, der über Zugriffsrechte auf das Active Directory verfügt. In unserem Beispiel is das der Einfachheit halber der Administrator. Besser ist es, einen anderen Benutzer zu verwenden:

Admin DN: CN=Administator,CN=Users,DC=huestel,DC=local

Admin DN Password: <Passwort des Benutzers>

Scrollen Sie weiter nach unten:

5

Zuletzt müssen Sie noch den den DN angeben, über den die Accounts gefunden werden können:

Account Base DN: CN=Users,DC=huestel,DC=local

Speichern Sie den Connector ab.

Schritt 2: User Map

Hier darf keine User Map angelegt sein, da diese nicht benötigt wird.

leer

Schritt 3 – Authentifizierung einrichten:

Wechseln Sie in den letzten Reiter und wählen dort aus:

  • LDAP Bind: Perform
  • authentication using: <Wählen Sie den zuvor angelegten Connector>

6

Schritt 4: Active Directory

Die Suche im AD und Authentifizierung von AXIGEN am ActiveDirectory erfolgt über folgende Parameter:

  • Benutzername: sAMAccountName (Hinweis: Wenn Sie in Schritt 1 als ServerTyp LDAP auswählen, wird das Feld UID ausgewertet)
  • Passwort
  • Gruppenzugehörigkeit zu InetOrgPerson

inetorg

john

Mechanik:

Wenn man sich nun am AXIGEN anmeldet, laufen im Hintergrund folgende Schritte ab:

  • AXIGEN kontaktiert den LDAP/AD-Server über den administrativen DN, der in den “LDAP Search parameters” im LDAP-Connector angegeben wurde
  • Wenn der Benutzer nicht im LDAP gefunden wurde, wird die Authentifizierung fehlschlagen, selbst wenn das Konto in AXIGEN existiert
  • Wenn der Benutzer nicht im AXIGEN gefunden urde, wird die Authentifizierung ebenfalls fehlschlagen, außer Sie aktivieren die automatische Account-Anlage (siehe nächster Punkt)
  • Wenn der Benutzer sowhl im AXIGEN als auch im Active Directory gefunden wurde,  dann werden die Zugangsdaten abgeglichen und bei Erfolg der Zugriff gewährt.

Automatische Account-Anlage in AXIGEN aktivieren:

Im Standard schlägt die Authentifizierung fehl, wenn das Konto in AXIGEN nicht exisitert. Sie können jedoch festlegen, dass im Falle einer positiven Authentifizierung am AD auch das Konto im AXIGEN angelegt wird. Die zugehörigen Standardeinstellungen können z.B. von der Domain geerbt werden. Um die automatische Account-Anlage zu aktivieren, gehen Sie wie folgt vor:

Wechseln Sie im Webadmin auf den Punkt “Automatic Migration”:

 

am

Wählen Sie die gewünschte Domain aus:

domains

Haken Sie dort NICHT “Enable automatic migration for this domain an”, aber dafür “Enable account creation on LDAP-based authentication”:

auto2

Testlauf:

Wenn Sie sich nun beispielsweise am Webmail anmelden, können Sie im AXIGEN-Log die Authentifizierung nachvollziehen (bitte Log-Level für den Connector erhöhen):

2015-11-01 13:19:41 -0500 16 axisrv USERDB:00000026: >> LDAP search DN='CN=Users,DC=huestel,DC=local' filter='(&(objectClass=user)(|(sAMAccountName=john.doe)(axiAliases=john.doe)))'
2015-11-01 13:19:41 -0500 08 axisrv USERDB:00000026: LDAP search successful.

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Mailserver SSL mit A Klassifizierung (A Grade) – am Beispiel Webmail

Einleitung:

Das Team von Qualsys (https://www.qualys.com/) hat ein SSL-Test-Tool entwickelt. Mit diesem Tool können SSL-Konfigurationen getestet und bewertet werden: https://www.ssllabs.com

Die Bewertungen (Ratings) gehen dabei von A bis F. “A+” steht für sehr gut, und “F” gilt als extrem unsicher. Ziel eines jeden Admins sollte es sein, hier eine möglichst gute Bewertung zu erzielen.

Mozilla hat eine sehr detaillierte Auflistung veröffentlicht, welche SSL-Cipher geeignet sind und welche Browser hier unterstützt werden: https://wiki.mozilla.org/Security/Server_Side_TLS

Ziel der Anleitung soll es sein, beispielsweise für das Webmail eine A-Grade Bewertung erhalten.

Was wird benötigt:

  • Sie benötigen ein geeignetes SSL-Zertifikat. Wir verwenden fast ausschließlich RapidSSL. Sollten Sie noch keines haben, können Sie bei uns beispielsweise eines erwerben: http://mailserver-ssl.de .
  • Die aktuellste Version von AXIGEN

Einstellungen:

In den SSL-Listenern müssen folgende Parameter gesetzt sein:

Erlaubte SSL-Verfahren: TLS1.0, TLS1.1 and TLS1.2
Cipher Suite: !AECDH:!ADH:!aNULL:!eNULL:!RC4:ECDHE-RSA-AES128-GCM-SHA256:ECDHE-ECDSA-AES128-GCM-SHA256:ECDHE-RSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-ECDSA-AES256-GCM-SHA384:ECDHE-RSA-AES128-SHA256:AES128-GCM-SHA256:HIGH:!MD5:!EDH:!EXPORT
Prefer server’s cipher suite order: Angehakt
Use Ephemeral Key: Angehakt

 

 

Das Ergebnis:

Das Ergebnis ist eine A-Bewertung, wie man bei einem unserer Testserver sehen kann:

AGrade

Einschränkung:

Sie sperren damit Windows XP-Benutzer mit dem IE6 aus. Aber diese Kombination verwendet hoffentlich niemand mehr :-)

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